11-Aug-2020 | 11:52 CEST

The project SmartSleep is funded by the International Lake Constance University (Internationale Bodenseehochschule, IBH) and it belongs to the branch of Strategic Research Projects of IBH. SmartSleep addresses core questions of health and social life and it incorporates crucial regional aspects. With the help of an international researcher team, the project will contribute to the development of a regional but transnational solution taking into account scenarios of demographic change.

The following partner are main contractors of the project.

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Ziel des beantragten Schwerpunktprojekts ist die Entwicklung eines mobilen Health Systems, das für die Benutzer des Systems Zusammenhänge zwischen Lebensstil bzw. Verhaltensweisen und gesundheitlichem Befinden identifiziert. Als konkretes Anwendungsszenario sind Zusammenhänge zwischen täglichem Verhalten und Schlafqualität vorgesehen. Schlafprobleme sind eine Begleiterscheinung vieler chronischer Krankheiten und für eine Reihe von Krankheiten (z.B. Burn-out) mit verantwortlich. Die gefundenen Zusammenhänge geben wertvolle Hinweise, wie die Benutzer ihre Schlaf- und damit Lebensqualität durch Verhaltensänderung verbessern können. Das im Projekt zu erstellende System besteht aus einem Smartphone, Sensoren für die Erfassung verschiedener Vitaldaten und für die Erfassung von Kontextdaten (wie Bewegungsaktivität, Standort, Licht) sowie einem Backend, auf dem die Zusammenhänge zwischen den erfassten Sensordaten mittels Datenanalyse identifiziert werden. Durch den Einsatz mobiler Sensoren können mehr Parameter erfasst werden und dies über einen längeren Zeitraum als in klinischen Studien üblich, sowohl tagsüber als auch in der Nacht. Während es heutzutage einfach ist, mit Hilfe mobiler Smartphone Apps und Geräten wie Fitbit und Jawbone Up riesige Datenmengen zu Schlaf- und Lebensgewohnheiten zu sammeln, bereitet deren Interpretation sowie das Erkennen von Mustern und Zusammenhängen weiterhin große Schwierigkeiten, da die dafür notwendigen Analysekomponenten fehlen. Das beantragte Projekt schließt diese Lücke. Es wird eine Datenanalysekomponente durch Kombination und Konfiguration bestehender Data-Mining-Algorithmen erstellt, welche speziell auf das Anwendungsszenario Schlaf zugeschnitten ist. Anschließend wird daraus ein generalisiertes Datenanalyse-Framework abgeleitet, das für ähnliche Szenarien (z.B. Essstörungen, Stress, Burn-out) leicht wiederverwendbar ist. Das Projektkonsortium ist stark interdisziplinär aufgestellt und umfasst Partner aus drei Ländern, deren Kompetenzen sich ideal ergänzen. Die Breite des Konsortiums gewährleistet ferner, dass die Projektergebnisse breit aufgenommen und verwertet werden. Eine wichtige Rolle spielen dabei die beiden Netzwerke BioLAGO und cyberLAGO, über die eine Vernetzung des Projekts mit weiteren Stakeholdern in der Bodenseeregion und damit eine Verbreitung der Ergebnisse schon während der Projektlaufzeit erfolgen kann.